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Quelle: www.Mittelbayerische.de 12.11.2008 Kehlheim
Kickbox-Champ gibt den Kick fürs Selbstbewusstsein
mainburg. Selbstbewusstsein und mentale Stärke stehen gestern und heute heute auf dem Stundenplan der Praxis-Klasse (P-Klasse) der Mainburger Hauptschule: Der Verein „SV Zukunft“ und mit ihm der Kickbox-Weltmeister Dominik Haselbeck geben diese ungewohnte Unterrichtseinheit. Gemeinsam versuchen sie, den Jugendlichen Perspektiven aufzuzeigen.
Seine eigene Karriere als Beispiel nehmend, versucht der Weltmeister die Jugendlichen zu motivieren, sich im Leben selbst Ziele zu setzten und diese zu verfolgen. „Ich habe mir immer Ziele gesetzt. Mein jetziges ist, als ungeschlagener Weltmeister abzutreten“, verrät Haselbeck den Schülern. Zwei Tage betreuen er und Birgit Niefanger, die Initiatorin des „SV Zukunft“, die Mainburger Schüler.
In der P-Klasse „versuchen wir, leistungsschwächeren Schülern eine Chance zu geben, sich in die Arbeitswelt zu integrieren“, erklärt Klassenleiter Andreas Schwarz. Die Mainburger Schule nahm das Angebot des SV Zukunft begeistert an. „Es ist der Ansatz, die Schüler über den Sport zu motivieren, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen“, beschreibt Sozialpädagoge Bernd Strieder.
Der gestrige erste Tag „ist nur das Warm-up“, erklärt Birgit Niefanger. Neben kleineren Kommunikationsübungen steht der Sport im Vordergrund. Zum Kennenlernen stellen sich die Schüler der Klasse und den Trainern vor. „Das ist schon schwierig. Aber wenn man es geschafft hat, ist man richtig stolz auf sich“, freute sich die Schülerin Sandra Wieße. Am zweiten Tag wird intensiv die Kommunikation trainiert. „Für die Schüler ist es wichtig, dass sie lernen, über sich selbst zu sprechen und sich darzustellen“, erklärt die Kommunikationstrainerin Niefanger.
Auf der sportlichen Schiene versucht Dominik Haselbeck, den Jugendlichen neue Motivation zu geben: Er erzählt vom Kickboxen, gibt Einblicke in seine Karriere. Er will vermitteln, dass man mit Disziplin und Wertschätzung für sein Gegenüber weiter kommt als mit Streit oder ständigem Stören. Natürlich zeigte der Weltmeister den Schüler auch Techniken seiner Kampfkunst und ließ sie diese selbst ausprobieren. Kickboxen gilt gemeinhin als brutale Sportart. Dem widersprach Haselbeck: „In anderen Sportarten, wie Fußball und Eishockey kommt es viel öfter zu Verletzungen. Kickboxen ist eine ehrliche Sportart.“
Selbstbewusstseinsgestärkt, organisierten die P-Schüler gestern an der Schule gleich eine Pressekonferenz. Sandra Wieße und Mergim Sogojeva moderierten sie. Die meisten Fragen musste Dominik Haselbeck beantworten: „Wie fühlen Sie sich als Weltmeister?“ „Wie oft trainieren Sie oder sind Sie vor einem Kampf nervös?“ Er gestand, „mich haben die Rocky-Filme immer fasziniert.“ Die Botschaft des Films empfahl er seinen Zuhörern: „Darin kann man sehen, wie man von unten nach ganz oben kommt, wenn man den Willen dazu hat“(ebl)
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